Marburger Produktionsschule informierte über Arbeitsweise

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Schüler interessieren sich für die Bank aus gebrauchten Skiern und die Nistkästen

In der Werkstatt der Marburger Produktionsschule (MPS), konnten Schüler/innen, Eltern und Lehrer verschiedener Schulen aus Marburg und Gießen beim hobeln, schleifen und hämmern zuschauen. Das Kooperationsprojekt von Adolf-Reichwein-Schule und Arbeit und Bildung e.V. lud zum Tag der offenen Tür ein. Auch die Landtagsabgeordnete der SPD Handan Özgüven, Oberbürgermeister Dr. Thomas Spieß und Vertreter der JUSO Marburg sowie Mitarbeiter/innen der Arbeitsagentur Marburg waren Gäste der MPS an diesem Tag.

„Unser Ziel ist, dass Jugendliche den Schritt in die duale Ausbildung schaffen“ sagte Angelika Funk, stellvertretende Geschäftsführerin von Arbeit und Bildung e.V., in ihrer Begrüßungsrede. Die MPS ermöglicht Jugendlichen mit und ohne Hauptschulabschluss sich in Holz- und Metallarbeiten oder auch im Bereich Hotel und Gaststätten auszuprobieren. Theorie und Praxis sind hier eng verzahnt. Gerade Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen erhalten einen neuen Zugang zum Lernen und entwickeln neue Motivation, die eigenen Interessen auszukundschaften und sich in den Arbeitsalltag zu integrieren. Auch für junge Flüchtlinge bietet die MPS sehr gute Möglichkeiten zum gemeinsamen Arbeiten und Lernen an.

Angelika Funk hob hervor, dass das Engagement im Umweltschutz sehr wichtig ist. So bauten und installierten die Jugendlichen Apfel-, Birnen-, Rosen- und Bibel-Lehrpfade. Nistkästen wurden gemeinsam mit dem NABU (Naturschutzbund) entwickelt und verbessert.

Die Landtagsabgeordnete Handan Özgüven war positiv überrascht über die gute Vermittlungsquote von ca. 50 %: „Hier ist Integration für alle möglich und das Ergebnis spricht für sich. Wünschenswert wäre eine langfristige finanzielle Sicherheit für die MPS“.

Lea-Maria Jäger, pädagogische Leiterin der MPS und der Anleiter Stefan Heuser, die die Veranstaltung mit viel Engagement und leckeren Waffeln und belegten Brötchen ausgerichtet haben, sind sehr zufrieden. „Die Stimmung war sehr gut und es fanden Gespräche statt, die unsere Netzwerkarbeit voranbringen“ freute sich Jäger.

Das Kooperationsprojekt der Marburger Produktionsschule wird gefördert vom Europäischen Sozialfonds (ESF), vom Hessischen Sozialministerium, vom Hessischen Kultusministerium, von der Agentur für Arbeit Marburg, dem Kreisjobcenter Marburg-Biedenkopf und der Stadt Marburg.

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(v.li.) Angelika Funk (stellv. Geschäftsleitung Arbeit und Bildung e.V.), Oberbürgermeister Marburg Dr. Thomas Spieß und Rainer Hoffarth (Lehrer der Adolf-Reichwein-Schule)

 

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